Grüner Graben
Da die Bedingungen der Wasserversorgung für die zahlreichen am Wildsberg gelegenen Zechen nicht besonders gut waren, entstand von 1678 bis 1680 der Grüne Graben als Kunstgraben.
Vor Baubeginn mussten aufwändige Messungen durchgeführt werden, um gewährleisten zu können, dass das Unternehmen tatsächlich umsetzbar ist. Unter Ausnutzung des natürlichen Gefälles im Gelände, wurde das Wasser von Kühnhaide am Hang entlang bis in die Nähe des Katzensteins und dann über den Berg geführt. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter schwankte zwischen 20 und 68, im Winter ruhten die Arbeiten. Finanziert wurde der Bau hauptsächlich durch die das Wasser nutzenden Gewerkschaften, die Kosten überstiegen die veranschlagten 500 Gulden jedoch merklich. Die Gesamtlänge des Grabens beläuft sich auf 4132 Lachter, was in etwa 8 km entspricht. Davon mussten etwa 700 m in den Fels gehauenwerden. Über eine Strecke von 240 m musste das Wasser aufgrund des sehr geringen Gefälles in Rinnen geführt werden. Der Grüne Graben zählt zu den mess- und bautechnischen Meisterleistungen seiner Zeit und ist heute zu Recht Technisches Denkmal.
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.