Bergparaden & Bergaufzüge im Erzgebirge
- Gelebte Tradition und festlicher Zauber -
Die Bergparaden und Bergaufzüge im Erzgebirge sind gelebte Tradition - ein prägendes Element der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als UNESCO-Welterbe. Begleitet von feierlicher Bergmusik ziehen die Bergleute im prächtigen Habit durch die Städte und lassen die jahrhundertealte Bergbaugeschichte lebendig werden. Erleben Sie die Faszination dieser einzigartigen Tradition!
Das Erzgebirge als UNESCO-Welterbe – Bergbau, Kultur und Tradition in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří
Bergparaden und Bergaufzüge sind ein lebendiger Ausdruck der reichen Bergbautradition in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, die seit 2019 als UNESCO-Welterbe anerkannt ist. Über 850 Jahre Bergbau haben eine außergewöhnliche Kulturlandschaft geschaffen, die von historischen Bergstädten, technischen Denkmälern und tief verwurzeltem Brauchtum geprägt ist. Die Tradition der Bergparaden ist eng mit der Geschichte der Region verbunden und spiegelt den Stolz sowie das Gemeinschaftsgefühl der Menschen wider.
Seit 2016 gelten auch die Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen explizit als immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Diese Auszeichnung unterstreicht ihre Bedeutung als lebendige Tradition, die das bergmännische Erbe Sachsens bewahrt. Sie würdigt nicht nur die historische Rolle des sächsischen Montanwesens, sondern auch das Engagement zahlreicher Vereine, die das Brauchtum pflegen und weitertragen.
Ein Blick hinter die Kulissen– Traditionen, Rituale und Ablauf
-Feierliche Einstimmung-
Die Vorfreude steigt! Bergmannsvereine, Musikkapellen und Bannerträger versammeln sich – bereit für den großen Moment.
-Gemeinsamer Aufbruch-
Ein kraftvoller Trommelwirbel, dann setzt sich der Zug in Bewegung. Die Bergleute marschieren stolz in ihren traditionellen Uniformen.
-Würdiger Höhepunkt-
Bewegende Ansprachen und das gemeinsame Singen des Steigerlieds sorgen für unvergessliche Gänsehautmomente.
-Stimmungsvoller Ausklang-
Weihnachtsmärkte und gesellige Runden bieten Gelegenheit, den besonderen Tag ausklingen zu lassen.
Das Steigerlied – Der Klang des Bergbaus
Ein fester Bestandteil jeder Bergparade ist das traditionelle Steigerlied. Ursprünglich im 16. Jahrhundert entstanden, begleitete es die Bergleute bei ihrer Arbeit und stärkte ihr Gemeinschaftsgefühl. Seit Generationen wird es als Hymne des Bergmannsstandes gesungen. Im Jahr 2023 wurde das Steigerlied in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Praktische Tipps für Ihren Besuch
✔ Früh da sein! Die besten Plätze sind schnell besetzt. Wer eine gute Sicht haben möchte, sollte mindestens 30–45 Minuten vor Beginn anreisen.
✔ Warme Kleidung nicht vergessen! Die Paraden finden im Freien statt – warme Schuhe und Handschuhe sind ein Muss.
✔ Parkplätze vorher checken! An den Veranstaltungsorten kann es voll werden. Oft gibt es Park-and-Ride-Angebote.
✔ Mit der ganzen Familie erleben! Kinder sind von den Bergparaden begeistert – besonders, wenn sie die leuchtenden Laternen und historischen Uniformen bestaunen können.
Der Sächsische Landesverband | |
|---|---|
Der Verband vereint über 65 Vereine mit mehr als 3.500 Mitgliedern und setzt sich für den Erhalt bergmännischer Traditionen ein. Als älteste Standesvertretung Sachsens organisiert er Bergparaden, pflegt die Bergmusik und unterstützt historische Schauanlagen – ein unverzichtbarer Beitrag zur lebendigen Kultur der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. |