Bergbaulandschaft Hoher Forst - Halden- und Pingen
Das Gebiet weist über 160 typisch trichterförmige Pingen auf, die sich größtenteils in zwei parallel verlaufende Pingenzüge gruppieren sowie Bodenstrukturen, die auf eine mittelalterliche Turmhügelburg und eine befestigte Siedlung verweisen.
Im Gebiet Hartmannsdorf, Langenweißbach und Kirchberg befindet sich im Wald des Hohen Forstes eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges. Das Gebiet weist über 160 typisch trichterförmige Pingen auf, die sich größtenteils in zwei parallel verlaufende Pingenzüge gruppieren sowie Bodenstrukturen, die auf eine mittelalterliche Turmhügelburg und eine befestigte Siedlung verweisen. Die Pingenzüge befinden sich an der West- und Ostseite unterhalb des in nördliche Richtung auslaufenden Bergkammes und zeigen den Verlauf und die Lage der Haupterzgänge.
Das Zentrum der wüst gefallenen Bergstadt Fürstenberg zeigt ein 100 x 90 m messendes, umwalltes Areal in südwestlicher Hanglage an. Dieses Gebiet ist stark zerklüftet und weist drei große Pingen über dem Martin Römer Stolln liegend sowie mehrere kleine Pingen und haldenähnliche Erhebungen auf. In der nordwestlichen Ecke des Areals findet sich ein separat umwallter Bereich von 15 x 20 m, in welchem durch archäologische Untersuchungen die Reste eines eingetieften Gebäudes (Grubenhaus) sowie Keramikfragmente nachgewiesen werden konnten. Im Zuge weiterer archäologischer Grabungen konnte auch außerhalb der Umwallung eines von vermutlich mehreren Grubenhäusern nachgewiesen werden.
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