Fachwerkhaus

Kurfürstliche Schmelzhütte (St. Georgenhütte)

Die 1665 errichtete Kurfürstliche Schmelzhütte (St. Georgenhütte) ist die einzige, weitestgehend im baulichen Originalzustand erhaltene Schmelzhütte des Westerzgebirges.  Die Verarbeitung der Erze erfolgte mit metallurgischen Verfahren, wie sie aus Beschreibungen von u.a. Georgius Agricola bekannt sind.

60 m nordöstlich vom Siebenschlehener Pochwerk in Schneeberg Neustädtel befindet sich die um 1665 errichtete Kurfürstliche Schmelzhütte (St. Georgenhütte). Der Name erinnert an den älteren Hüttenstandort der historisch bedeutsamen Schneeberger Grube St. Georg. Das ursprünglich mit verschiedenen Anbauten versehene zweigeschossige Gebäude diente der Verarbeitung von Wismut-, Kobalt- und Nickel haltigen Silbererzen. Bei der St. Georgenhütte handelt es sich um die einzige, weitestgehend im baulichen Originalzustand erhaltene Schmelzhütte des Westerzgebirges.  Die Verarbeitung der Erze erfolgte mit metallurgischen Verfahren, wie sie aus Beschreibungen von Georgius Agricola (1494-1555) und Lazarus Ercker (1528-1595) bekannt sind. Es handelt es sich um einen Fachwerkbau mit einzelnen Bruchsteinmauern. Im südöstlichen Obergeschoss besitzt dieses Bauwerk eine original erhaltene Bohlenstube und an der nördlichen Traufseite einen Laubengang. Im Erdgeschoss befand sich unter der Bohlenstube die Probierstube der Schmelzhütte. Der überlieferte Fachwerkbau und die genannte Bohlenstuben sind für die Region außergewöhnlich. Im Erdgeschoss befand sich unter der Bohlenstube die Probierstube der Schmelzhütte. Nach dem Ende des Hüttenbetriebs wurde das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

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