Wohnsiedlung "De Cord"
Die Wohnsiedlung „De Cord“ bietet seit Mai 2020 ein großflächiges Street-Art-Objekt, das die Umbrüche der Siedlung künstlerisch verarbeitet. Zudem sind noch vorhandene Übertageanlagen, meist umgenutzt zu Wohnzwecken, zu sehen.
In den letzten Jahren hatten Sanierungsrückstau, Leerstand und erste Abrisse das Quartier geprägt. Doch der besondere Charme dieser Häuser, ihre Geschichte und der Wohnungsbedarf, der seit einigen Jahren in der Stadt neu entstanden ist, machten das Quartier für die Zukunft wieder interessant. Daher entwickelte die Stadtverwaltung Oelsnitz/Erzgeb. u. a. zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft mbH Oelsnitz (WGO) und dem Arbeitskreis „Kultur in der Stadt“ ein dreiteiliges Mehrgenerationenprojekt. Neben dem umgesetzten Street-Art-Projekt gehören die Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Entwicklung der Concordiasiedlung für Architekten und die Organisation eines Schülerprojektes im Rahmen „Architektur macht Schule“ zu den Projektbestandteilen. Damit werden die Sozialgeschichte, das Leben und Wohnen der Bergarbeiter und ihrer Familien, thematisiert und gleichzeitig neue Entwicklungschancen für dieses Quartier aufgezeigt.
Bei der Gestaltung der Fassade der Concordiastraße 28 waren mit Guido Günther aus Chemnitz, Benjamin Knoblauch aus Niederwürschnitz, Martin Tretner aus Oelsnitz/Erzgeb. und Markus Esche aus Oelsnitz/Erzgeb. vier Künstler federführend, die in der Region verwurzelt sind und sich gemeinsam diesem Thema widmeten. Die Künstlergruppe setzte sich für den Entwurf und die Umsetzung der Malerei für etwa vier Wochen intensiv mit der Region und der Geschichte der Stadt auseinander.
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Stadt Oelsnitz/Erzgebirge