Türckner Berg
Das Gebiet des Türkner Berg repräsentiert einen weiteren, historisch bedeutsamen Teil des Bergbaureviers Joachimsthal. Eine große Anzahl von alten Pingen und eingebrochenen Stolln dokumentieren den seit der Gründung von St. Joachimsthal hier betriebenen Bergbau. Gleichwohl belegt der Bergbau mit dem einhergehend entwickelten Wassermanagementsystem das Können der Bergleute aus dem 16. Jahrhundert und nachfolgend. Der gesamte Berg wird vom Gegenbau Stolln und dem Dürrenschönberger Stolln durchzogen. Sie dienten als Rösche, um das durch den Bewässerungsgraben fließende Wasser vom Stolln Unruh (Neklid) unterhalb von Gottesgab (Boží Dar) in das Gebiet der Grube Svornost zu bringen, um dort Göpel und Pochwerk anzutreiben. Die Gesamtlänge der wasserwirtschaftlichen Anlage, einschließlich ihrer unterirdischen Teile überschreitet 4 km. Die Stolln Gegenbau und Dürrenschönberger werden heute zu wasserwirtschaftlichen Zwecken genutzt.
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