Kirche

St. Wolfgangskirche

Die das Stadtbild prägende, spätgotische Hallenkirche St. Wolfgang wurde zwischen 1516 und 1540 erbaut. Die Kirche wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

Die das Stadtbild prägende spätgotische St. Wolfgangskirche, eine mächtige Hallenkirche, wurde auf Anweisung des Kurfürsten Friedrichs des Weisen im Zeitraum zwischen 1516 bis 1540 nach einem Projekt von Hans von Torgau (Hans Meltwitz) erbaut. Die bereits 1499 begonnene große St. Annenkirche in der benachbarten Bergstadt Annaberg galt dem Schneeberger Kirchenprojekt als Vorbild. In den Bau der heutigen Hallenkirche wurde der kleinere Vorgängerbau einbezogen, der unmittelbar im Zusammenhang mit der Gründung der Stadtanlage der Bergstadt Schneeberg nach den großen Erzfunden nach 1470 entstanden war. Finanziert wurde der Kirchenbau über eine durch die Bergleute und Grubeneigner aufgebrachte Bergsteuer. Die große steinerne und unverputzte Kirche war mit Schiefer gedeckt. Im 17. und18. Jahrhundert wurde die Kirche im barocken Stil umgebaut. Bei dem großen Schneeberger Stadtbrand von 1719 wurde die Kirche schwer beschädigt,aber nachfolgend wiederhergestellt. Ein Fliegerangriff zerstörte im April 1945 die Kirche nochmals nahezu vollständig. Infolge des Angriffs kam es in der Kirche zu einem verheerenden Brand, der zum Zusammenbruch der meisten Gewölbe und Emporen führte. Es blieben lediglich die äußeren Umfassungsmauern erhalten.

Seit 1952 wurde die Kirche teilweise mit den historischen Baustoffen innen und außen rekonstruiert.1996 konnte schließlich auch der inzwischen restaurierte kunst- und kulturhistorisch bedeutsame Altar neu geweiht werden.

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