Museum

Siebenschlehener Pochwerk

Das Pochwerk besteht heute aus mehreren aneinandergebauten Aufbereitungsgebäuden unterschiedlichen Alters. Von der Hangseite führt ein Aufschlagwassergefluter dem Wasserrad am Giebel des Pochwerkes das erforderliche Betriebswasser zu.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert war das Schneeberger Revier weltweit größter und bedeutendster Fundort für Kobalterze. Die aus verschiedenen Gruben geförderten Erze wurden in Anlagen aufbereitet und anschließend in den Blaufarbenwerken verarbeitet. Die Aufbereitungsanlagen gehörten entweder zu bestimmten Gruben oder übernahmen die Aufarbeitung der Erze in Lohnarbeit. Von den zahlreichen Aufbereitungsanlagen im Schneeberger Revier hat sich als einzige vollständige Anlage das Siebenschlehener Pochwerk erhalten. Es gehörte zu der Ende des 15. Jahrhunderts erstmalig erwähnten Fundgrube „Siebenschlehen“. In den Jahren 1752 und 1753 wurde die Anlage in ihrer noch heute bestehenden Form errichtet. Das Siebenschlehener Pochwerk entwickelte sich seit dem 18. Jahrhundert zur zentralen Aufbereitungsanlage für verschiedene Grubenanlagen von Neustädtel, die oft kein eigenes Pochwerk besaßen. Nach umfangreicher Rekonstruktion sowohl der Außenanlagen als auch dem maßstabsgerechten Einbau technischer Einrichtungen konnte 1995 das Pochwerk als technische Schauanlage erstmals vorgeführt werden.   Eine Dauerausstellung vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des Kobalterzbergbaus im Schneeberg- Neustädtler Revier ab der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Das Pochwerk besteht heute aus mehreren aneinandergebauten Aufbereitungsgebäuden unterschiedlichen Alters. Das zweigeschossige Hauptgebäude ist in Fachwerkbauweise ausgeführt und besitzt ein Krüppelwalmdach mit Dachhäuschen. Von der Hangseite führt ein Aufschlagwassergefluter dem Wasserrad am Giebel des Pochwerkes das erforderliche Betriebswasser zu. Das Pochrad wurde maßstabsgetreu, ebenso wie die angeschlossenen Maschinen, Pochsätze und Stoßherde, erneuert.

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