Mundloch Markus-Semmler-Stolln
Der Markus Semmler Stolln ist der ausgedehnteste, tiefste und älteste Erbstolln im Schneeberger Revier. Der Stolln hatte Ende des 19. Jahrhunderts eine Erstreckung von etwa 43 km. Er sollte im frühen 16 Jh. zunächst die Kupferwerke in Oberschlema entässern. Danach entwickelte er sich zum wichtigsten Revierstolln des Wismut-, Silber-, Kobalt- und Nickelerzbergbaus. Nach 1945 war der Stolln das erste wichtige Erkundungsniveau des Uranerzbergbaus. Von wirtschaftshistorischer Bedeutung war dieses Stollnprojekt deshalb, da die Auffahrung eines solchen kostspieligen Stollns ohne finanzielle Unterstützung des Landesherrn ein Novum im sächsischen Erzbergbau darstellte.
Ein offeneretwa 30 m mit Flügelmauern ausgestatteter Graben leitet das austretende Stollnwasser in den nordöstlich vorbeifließenden Schlemabach, der 70 m nördlich vom Mundloch in die Zwickauer Mulde einmündet. Hinter dem Mundloch setzt sich eine hohe elliptisch gemauerte Rösche fort.
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