Karl-May-Höhle
Relikt sächsischer Bergbaugeschichte und zugleich sagenumwobenes Ziel am Karl-May-Wanderweg
Versteckt im Oberwald, zwischen Baumrauschen und Gesteinsflüstern, liegt sie: die Karl-May-Höhle – besser bekannt unter dem Namen „Räuberhöhle“. Was einst mit schweißtreibender Bergmannsarbeit begann, ist heute ein Denkmal der unterirdischen Industriegeschichte. Ein schmaler Gang, kaum breiter als eine Schulterpartie, schraubt sich in einer Linkskurve ins Innere des Waldbodens. Nach rund 20 Metern: Entscheidung. Links oder rechts? Neun oder dreizehn Meter? Abenteuer oder Achtsamkeit?
Wasser glitzert auf dem Höhlenboden – die ersten zehn Meter wirken wie ein unterirdischer Bach. Wer trittsicher über die größeren Steine balanciert, bleibt trotzdem trocken. Und wird mit dem Gefühl belohnt, ein geheimes Kapitel aus dem Wilden Osten zu betreten. Nicht nur Karl-May-Fans spüren hier den Hauch von Fiktion, der sich mit der rauen Realität der Bergbaugeschichte mischt.
Der Karl-May-Wanderweg startet direkt am Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal und führt euch schnurstracks zu diesem sagenumwobenen Ort. Ein Weg, der Geschichten erzählt – mit jedem Schritt, mit jeder Wurzel, mit jedem Windhauch.
Zu Fuß:
- Die Höhle ist vom kleinen Parkplatz am Badteich durch den die A 4 unterquerenden Tunnel in nördlicher Richtung über den Steinbruchweg zu erreichen. Das alte Forsthaus, das gleich links hinter dem Tunnel stand, existiert nicht mehr, es fiel vor Jahren dem sechsspurigen Ausbau der Autobahn zum Opfer.
- Parkmöglichkeiten sind am Wanderparkplatz Karl-May-Höhle zu finden
- Parkplatz Stausee Oberwald
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.