Jagdschloss Augustusburg - Wirtschaftsgebäude und Brunnenhaus
An das Kernschloss angefügt befindet sich südlich der Anlage der sogenannte Stallhof mit Wirtschaftsgebäude und Brunnenhaus. Da es auf dem Schellenberg keine natürlichen Wasservorkommen gibt, kam es bereits bei den Bauarbeiten des Jagschlosses zu großem Wassermangel. Erste Pläne eine, bereits vorhandene Zisterne der Vorgängerburg auszubauen, beziehungsweise Quellwasser aus dem Bornwald bei Waldkirchen zum Schloss zuleiten, wurden schnell verworfen. Eine Zisterne hätte für die Versorgung der Jagdgesellschaft nicht ausgereicht, für die Weiterleitung von Quellwasser mangelte es an Druck. Auch der Bau einer Wasserkunst brachte nicht den gewünschten Erfolg. Daher begannen im Mai 1568 die Teufarbeiten für einen Brunnen auf dem Gelände des Wirtschafthofes. Mit dem Abteufen des Brunnens mit einem Durchmesser von 3,2 Metern erfolgte auch das Absenken eines Wetterschachtes für die Frischluftzufuhr. Nach mehrjährigen Teufarbeiten wurde bei etwa 130 Meter Tiefe auf ausreichend Wasser gestoßen. Hier lag der Pegelstand bei etwa 75 Meter. Anschließend errichtete man einen Ochsengöpel als Fördermaschine sowie ein Brunnenhaus zum Schutz der Anlage.
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