Die Haselmühle
Hier am Bachgrund des Haselbaches (Oberer Halsbach) stand einst eine Brett-Mühle, genannt die Hasel-Mühle.
Der erste schriftliche Hinweis auf eine derartige Anlage liegt aus dem Jahre 1660 vor. Die Mühle besaß als Wasserrevoir den kleinen "Bret-Teich" und als Antrieb sicherlich ein oberschächtiges Wasserrad. Weiter nördlich existiert noch heute der "Große Teich". Historische Aufzeichnungen besitzen wir leider nicht. Das Archiv der Familie von Schönberg wurde 1945 vernichtet. Die beiden Waldungen "Streitwald" und "Lehmbach" mit ihrem Holzreichtum rechtfertigten allemal Errichtung und Betrieb einer Sägemühle. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Gattersäge zum Rundholzaufschnitt erfunden. Familie von Schönberg hätte sehr wohl um 1600 das "Jägerhaus" und nebenan die "Brettmühle" errichten lassen können. Zur "Brettmühle" gehörte noch ein Wohlhaus für Müller und Waldarbeiter. Rittergutsverwalter und Revierförster Robert Hermann Heym bezeichnet den ehemaligen Standort der Mühle 1903 als "Wüstung". Er schreibt: "Von den Gebäuden, welche abgebrochen wurden, sind nur noch die alten Grundmauern zu finden. Die Mühle rentierte nicht mehr, ging aus diesem Grund ein und wurde später abgebrochen. Der Brettteich wurde von Jahren trocken gelegt und mit Erlen ausgeplanzt. Auch ist der ehemalige Wassergraben, der das Wasser vom Brettteich der Mühle zuführte noch sichtbar. 1898 oder 1899 soll der Abbruch der Sägemühle erfolgt sein. Das Wohnhaus wurde erst 1938 abgetragen.
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