Historische Stätte

Der "Reppel-Stein" am Ziegenberg

Zwönitz

Durch ein Verwandtschafts-Erbe ausgelöste zwei Jahre andauernder Streit um sogenannte "Reppel-Streitruthe" (Ruthe = Feldstreifen) konnte am 02. Juli 1734 beigelegt werden.

Der Frieden wurde durch ein Vermächtnis besiegelt, in dem es heißt "solange nur ein Erbe von Müller lebt, darf das Feld nicht verkauft werden und der Pächter hat dafür ein Legat". Zum Gedenken daran ließ der Zwönitzer Weißgerber Johann Heinrich Reppel einen Denk- oder Rainstein errichten. Bis zu seiner unsinnigen Vernichtung, etwa 1955, war dieser schön bearbeitete Stein als "Reppel-Stein" bekannt. Das Legat, als Stiftung ausgesetzt, zum Zwecke der Brotverteilung an Bedürftige und Arme der Stadt Zwönitz, war jährlich am 24. Juni zu erbringen. Letztmalig wurde 1949 die daraus entstandene Reallast (45 Pfd. Brot) entrichtet. 1995 wurde es der Stadtverwaltung durch Spendengelder ermöglicht eine Nachbildung des "Reppel-Steines" anfertigen und durch ABM-Kräfte aufstellen zu lassen.

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