Denkmal

Das Denkmal an die Reichsgründung 1871

Zwönitz

Vom Erzgebirgszweigverein Zwönitz erging im April 1895 die Idee einen Gedenkstein anläßlich der 25-jährigen Wiederkehr der Reichsgründung und in Gedenken an den ehemaligen Reichskanzler Fürst Bismarck, errichten zu lassen.

20 Zwönitzer Vereine beteiligten sich an der Finanzierung. Als Standort wurde die gut sichtbare Felskuppe (643m NHN) des noch unbewaldeten Ziegenberges vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung bestand aber darauf das Denkmal auf dem Marktplatz zu errichten. Am Montag, dem 2. September 1895 erfolgte die Einweihung. Der Granitobelisk wurde geschmückt mit den metallenen Abbildern von Kaiser Wilhelm I. 1797-1888, König Albert von Sachsen 1828–1902, Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck 1815-1898 und Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke 1800 – 1891. Geliefert wurde der Unterbau aus Auer Granit von der Fa. Reich (Aue). Der Sockel mit Inschrift und dem Obelisk aus Lausitzer Granit stammt von C.G. Kunath (Demitz bei Bischofswerda). Die ursprünglichen vier Bronzebilder wurden in Lauchhammer gegossen. Die Kosten von 750 Mark wurden durch Spenden aufgebracht. Im August 1899 wurde das Denkmal wegen der Umgestaltung des Marktplatzes auf den Ziegenberg versetzt. Zwönitzer Firmen und Vereine finanzierten den Umzug. Die ersten Bronzebilder, während des 1. Weltkrieges abgenommen, konnten 1995, aus Spenden finanziert, von der Stadtverwaltung wieder angebracht werden. Entwurf und Gestaltung der Platten: Kunstguss Döhler aus Sosa.

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