Bergbaulandschaft Freiberg - Himmelfahrt Fundgrube
Die Bergbaulandschaft Freiberg ist das älteste und wichtigste Abbaugebiet für Silber im Erzgebirge. Der gezielte Transformationsprozess einer ursprünglich agrarisch genutzte Landschaft in eine bergbauliche Kulturlandschaft in unmittelbarer Umgebung der Erzgänge veränderte das Landschaftsbild. Es entstanden neue Siedlungen, Bergwerke, Aufbereitungsanlagen und Hütten, Halden und Pingen sowie Wassermanagementsysteme. Zahlreiche gut erhaltene bergmännische Anlagen wie der Abraham Schacht oder Alte Elisabeth und die Haldenzüge dieser Bergbaulandschaft zeugen von dieser Entwicklung.
Ursprünglich wurden die Erze des Freiberger Bergbaugebiets an vielen unterschiedlichen Standorten in der Region verhüttet. Im Zuge staatlicher Reformen blieben letztendlich zwei Hüttenkomplexe übrig, wovon sich der ältere in Muldenhütten befindet. Am ehemals größten und bedeutendsten Hüttenkomplex des Erzgebirges werden seit mindestens 600 Jahren bis heute Buntmetalle verarbeitet. Zahlreiche neue Technologien wurden von hier aus entwickelt. Von 1887 bis 1953 war Muldenhütten Standort der Sächsischen Staatsmünze bzw. einer der Münzstandorte der ehemaligen DDR. Heute gilt der Industriekomplex als einer der ältesten Hüttenstandorte der Buntmetallurgie in Deutschland, der noch in Betrieb ist.