Auf dem Zschopautalweg zur Krone des Erzgebirges
Erleben Sie die Ursprünglichkeit und Vielfältigkeit der Landschaft entlang des romantisch gelegenen Zschopautales.
Startpunkt dieser facettenreichen Wanderung ist der Bahnhof Zschopau. Schon von hier erblickt man das markante Schloss Wildeck, das über der Stadt thront. In der „Motorradstadt“ begann 1926 mit dem ersten Motorrad-Fließband der Welt eine Erfolgsgeschichte: Die Marke DKW machte Zschopau 1928 zur größten Motorradfabrik der Welt. Auch in der DDR gehörte das Werk zu den global führenden Produzenten. Wer tiefer eintauchen möchte, besucht die Motorradausstellung im Schloss oder das Deutsche Enduromuseum im ehemaligen DKW-Werk.
Ein modernes Stück Kunst und Europa zeigt sich mit dem Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ am Purple Path, einem Teil des Kulturhauptstadtprogramms Chemnitz 2025.
Entlang der Zschopau führt der naturnahe Wanderweg durch grüne Uferlandschaften, Kleingartenanlagen und immer nahe am kühlen Wasser. Vor allem an warmen Tagen ein Genuss. In Hennersdorf zieht die überdachte Holzbrücke die Blicke auf sich, bevor es durch einen Laubwald bergauf zum Aussichtspunkt Kunnerstein geht. Von hier genießt man einen eindrucksvollen Blick ins Zschopautal.
Noch ein Stück bergauf und das nächste Highlight ist erreicht: Schloss Augustusburg – die Krone des Erzgebirges. Die ehemalige Jagdresidenz der sächsischen Kurfürsten bietet mit mehreren Museen, Gastronomie und Panorama-Aussichten viel Stoff für Entdecker und Genießer. Es gilt als eines der schönsten Renaissanceschlösser Mitteleuropas. Im Rahmen einer Führung bekommt man Einblick in die Schlosskirche mit dem brühmten Altarbild von Lucas Cranach d.J, sowie ins Brunnenhaus mit dem ältesten noch erhaltenen Treibgöpel, welches seit 2019 als assoziiertes Objekt der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in der UNESCO-Welterbeliste aufgenommen ist. Gleich unterhalb des Schlosses liegt die historische Altstadt mit der eindrucksvollen Stadtkirche St. Petri, die ab Ende September 2026 mit dem Orgelprojekt 360°-Klangwelt ein europaweit einzigartiges Kulturdenkmal beheimatet. Am Eingang des Kurfürstin-Anna-Gartens entdecken Sie ein zweites Kunstwerk des Purple Path, die Skulptur „Inside“.
Wer den Weg nicht komplett zu Fuß gehen möchte, kann ab Augustusburg mit der historischen Drahtseilbahn nach Erdmannsdorf ans Ufer der Zschopau fahren oder an mehreren Punkten entlang der Route auf die Zschopautalbahn umsteigen. Diese kann auch für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt genutzt werden.
Die Tour findet am 23. und 27.9. als geführte Wanderung statt:
Wegbeschreibung
Der Weg startet am Bahnhof Zschopau und läuft rechts am Ufer der Zschopau entlang. Direkt zu Beginn ist allerdings noch ein Abstecher zu Schloss Wildeck und wieder zurück auf den Weg zu empfehlen. An der Krumhermersdorfer Straße auf die linke Uferseite des Flusses wechseln. An der nächsten Brücke nicht erneut den Fluss überqueren, sondern stattdessen links abbiegen. Am oberen Ende der Kleingartenanlage nach rechts wandern und dem Weg folgen. Schließlich trifft der Weg auf eine Schnellstraße, diese wird überquert und weiter geht es auf der rot weißen Markierung des Zschopautalwegs bis zur nächsten Schnellstraße. Dieser ein kurzes Stück nach rechts ins Tal folgen, dann vor der Bahnschiene links abbiegen. Der Markierung folgend rechts halten, der Weg führt entlang der Zschopau. In Witzschdorf erneut die Flussseite wechseln und erneut links halten, um weiter an der Zschopau entlang zu wandern. Der Weg führt immer weiter, bis in Hennersdorf die historische Holzbrücke auftaucht. Kurz danach biegen Wanderer links auf den Kunnerstein weg ab und folgen der Beschilderung zum Kunnerstein bergauf. Direkt hinter der Schutzhütte rechts abbiegen und bergauf, bis die ersten Häuser von Augustusburg auftauchen. Hier links halten und direkt wieder rechts, bis Sie zum Augustusburger Märchenbrunnen gelangen. Der Weg führt über Serpentinen bergauf und links am Schloss Augustusburg vorbei. Ein Besuch lohnt sich! Hinter dem Schloss geht es links bergab, entweder mit der Drahtseilbahn oder zu Fuß entlang der Bahnstrecke. Im Tal endet die Wanderung am Bahnhof Erdmannsdorf.
295 m
- aussichtsreich
- Einkehrmöglichkeit
- kulturell / historisch
- Von A nach B
Wegpunkte
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Erlebnisheimat Erzgebirge
Autor : Anni Borrmann, TVE