Montanlandschaft Altenberg-Zinnwald
Die Bergbaulandschaft Altenberg-Zinnwald ist das östlichste der historischen Reviere im sächsischen Erzgebirge. Es handelt sich um eine besonders vielschichtige Zinnbergbaulandschaft mit wegweisenden technologischen Entwicklungen im Bergbau.
Die Wäsche IV ist ein Zeugnis des im 16. Jahrhundert im Erzgebirge entwickelten Verfahrens des Nasspochens. Hierbei wurde das Erz unter Wasserzufuhr zermahlen und die Effizienz der Aufbereitung von minderwertigen Zinnerzen wesentlich verbessert. Das Verfahren fand rasche Verbreitung im Erzgebirge und in Europa. Es war bis in das 19. Jh. die weltweit geläufigste Aufbereitungstechnologie für verschiedene Erze.
Der Aschergraben als Teil des Wassermanagementsystems gehört zu den technischen Meisterleistungen aus der Frühzeit des Altenberger Bergbaus. Angelegt wurde der künstliche Wasserlauf zwischen 1452 und 1458. Er versorgte über 500 Jahre lang zuverlässig Wasserräder und Aufbereitungsanlagen mit Aufschlagwasser.
Die Grube Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald steht für den über 300-jährigen herrschaftlich kontrollierten Zinnbergbau der Adelsfamilie von Bünau.
Die Altenberger Pinge verdeutlicht die Dimension der wichtigsten Zinnlagerstätte in Mitteleuropa (Zwitterstock Altenberg). Der Abbau des minderwertigen Erzes erfolgte seit 1545 intensiv durch Blockabbau, was zum schrittweisen Zusammenbruch der Stollen und Schächte führte und schließlich zum katastrophalen Einsturz der Grubenbaue im 17. Jahrhundert.
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Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.
Autor : Das Team des Welterbevereins