Zechenhaus Alte Mordgrube
Das Zechenhaus der Alten Mordgrube wurde möglicherweise um 1700 errichtet. Es ist das älteste erhaltene Tagesgebäude der Grube und befindet sich an der östlich vorbeiführenden Straße. Genutzt wurde es als Scheidehaus (zum Trennen von Erz und Nebengestein) der Grube. Das Zechenhaus ist etwa 12 Meter lang und 7,5 Meter breit. Auf der westlichen Seite besitzt es heute eine breite, nahezu die gesamte Dachseite ausfüllende Schleppgaupe. Die östliche Seite des schiefergedeckten Satteldaches wird von drei Gaupen geprägt. Zwei Giebelgaupen flankieren eine kleinere mit einem Turmaufbau und einer Turmspitze versehene Gaupe.
Mordgrube (Sage)
An einem Feiertag wurde bei reichlichem Bierausschank getanzt. Ein Priester mit der Monstranz ging vorüber, einen Sterbenden zu versorgen. Der Küster gab das übliche Zeichen mit dem Glöcklein, doch keiner der Tanzenden achtete darauf. Nur der Spieler ließ sich auf die Knie nieder, um seine Ehrfurcht zu bezeugen. Alsbald tat sich die Erde auf und verschlang die ganze Gesellschaft außer den Spieler, der sich auf einem kleinen Hügel halten konnte, bis Hilfe kam. Dann versank auch dieser Hügel, so dass man weder Tänzer noch Tänzerinnen je wiedersah.
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.