Segen Gottes Stolln
Um die Kohlreuter Grube zu entwässern und die tiefer liegenden Bereiche zu erkunden und abzubauen, wurden die auf tieferen Niveaus liegenden Stolln "Segen Gottes" und "Dreikönig" genutzt. Ihre Mundlöcher sind noch sehr gut erhalten. Vor den jeweiligen Eingängen lagern noch große Abraumhalden mit typischen Mineralen der hier auftretenden Skarn-Vererzung. Diese besteht hinsichtlich der Erzminerale vorwiegend aus Magnetit, begleitet von Pyrrhotin, Sphalerit, Chalcopyrit und Kassiterit. Letzterer tritt nicht nur in den linsenförmigen Skarnkörpern auf, sondern auch in steil einfallenden Quarzgängen, welche die Skarnlinsen durchschlagen. Eine Besonderheit dieser Vererzung ist das häufige Vorkommen Bor-haltiger Minerale wie Ludwigit, Hulsit, u. a. sowie die Ausbildung extrem seltener Zinn-Hydroxid-Verbindungen, wie Schönflisit (Mg[Sn(OH)6]) und Wickmannit (Mn2+[Sn(OH)6]). Letztere sind von nur wenigen Fundorten auf der Welt bekannt.
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