Schlossmühle Frohburg mit Wehranlage
Wassermühle am Fuße von Schloss Frohburg.
Am Lauf des Flüsschens Wyhra, dessen Wasser durch ein Wehr aufgestaut wurde, befindet sich die Schlossmühle Frohburg. Die Kraft dieses Wassers trieb seither die Mühlsteine an, die das Korn, das die Bauern auf den umliegenden Feldern geerntet hatten, zu feinem Mehl verarbeiteten.
Getreide ankaufen, mahlen und bis zu 75 kg schweren Säcken weiterverkaufen gehörte dabei zum täglichen Geschäft der Handelsmüller, die die Schlossmühle von der Schlossherrschaft Krug von Nidda und Falkenstein gepachtet hatten.
Drei Mahlwerke, ein Einfachwalzenstuhl, ein Doppelwalzenstuhl und ein Schrotgang waren vorhanden. Daneben gab es noch ein Haferquetsche und eine Graupenmaschine. Die Nachfahren des letzten Müllers können sich noch gut erinnern. "Die Mühle lief ununterbrochen. Der Vater arbeitete nachs, die Mutter am Tage. Am laufenden Band wurde Weizen gemahlen, Gerste geschrotet und Hafer gequetscht."
In den Fünziger Jahren des 20. Jahrhunderts erzeugte die Mühle sogar ihren eigenen Strom. Mit der Bodenreform 1946 wurde Otto Albrecht Eigentümer der Mühle. In der herrschenden großen Hungersnot sammelten die Menschen jede noch so kleine Ähre von den abgeernteten Feldern. Diesen wertvollen Schatz brachten Sie zur Schlossmühle, um sich daraus ein wenig Mehl mahlen zu lassen. 1960 wurde die Schlossmühle in die LPG integriert. Bis 1970 klapperten die Mahlwerke in alter Familientradition.
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