Rothschönberger Stolln - Lichtloch VI / Halde mit Schachtaufsattlung
Das Lichtloch VI war das tiefste der Lichtlöcher im fiskalischen (staatlichen) Teil des Rothschönberger Stollns. Bis auf einen Meridianstein haben sich keine der Tagesanlagen erhalten.
Dieses VI. Lichtloch war das tiefste der Lichtlöcher im fiskalischen Teil des Rothschönberger Stollns. Die Tagesgebäude dieses Lichtlochs bestanden aus dem Schachthaus, dem Kessel- und Maschinenhaus, einem Kohlenschuppen, einer Bergschmiede und einem Pulverhaus. Diese sind heute nicht mehr erhalten. Am VI. Lichtloch befand sich der zweite Meridianstein, welcher etwa 100 m nordwestlich von der Halde des Lichtlochs am originalen Standort erhalten ist. Die Auffahrung des Stollns vom Lichtloch aus erwies sich aufgrund des starken Wasserzudrangs als problematisch. Dieser unterbrach die Vortriebsarbeiten auf eine Dauer von insgesamt 14 Jahren. Erst der Einbau einer wesentlich stärkeren Dampfmaschine, die man vom I. Lichtloch hierher umsetzte, ermöglichte den weiteren Vortrieb des Rothschönberger Stollns. Mit dem Einbau von wasserdichten Sandsteingewölben zwischen 1869 - 1870 im Niveau des Rothschönberger Stollns versuchte man das zudringende Wasser abzuhalten. Im Jahr 1888 wurde der offene Schacht mit einer tagesnahen Verwahrung gesichert.
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