Kapelle

Kapelle Oberbärenburg

Altenberg, Ortsteil Oberbärenburg

Im Jahr 1913 errichtete Kapelle im Ort Oberbärenburg.

Der Ort blieb bis in die zweite Hälfe des 19. Jh. hinein eine nur kleine Siedlung, die erst durch die Anbindung an das Eisenbahnnetz 1883 nach Kipsdorf sowie den Ausbau der Staats- und Poststraße zu einem beliebten Ausflugsziel der Dresdner wurde. Die Kapelle wurde im Jahr 1913 nach Plänen des Dresdner Architekturbüros Lossow & Kühne errichtet. Es handelt sich um einen schlichten Bau in Hanglage und einem 5/8 Chorschluss im Südwesten. Man betritt den kleinen Saalbau durch ein rundbogiges Portal. Der Innenraum mit einem zwischen dem Gestühl befindlichen Mittelgang ist schlicht gehalten. Zu ihrer Entstehungszeit war die Kirche mit einer ornamentalen Bemalung ausgestatten, die in den 1950er Jahren einfarbig überstrichen worden ist. Die spitztonnenartig aufgewölbte Decke ist heute kassettiert bemalt. Auch der Altar in der Apsis wurde umgestaltet und ein historistisches Kruzifix gegen das große Holzkreuz ausgetauscht. Die Kapelle wird von beiden Seiten durch farbige Bleiglasfenster aus dem Jahr 1913 erhellt, die Psalmzitate zeigen. Auch ein großer farbig bemalter Radleuchter fällt dem Betrachter sogleich ins Auge. Bei beidem handelt es sich um Stiftungen der vier dem Kapellverein angehörenden Familien von Hagen, Riecken, Gerhardt und Vogel, die auch anhand kleiner Wappenschilder in den Fenstern wiedergegeben worden sind. Im Jahr 2000 wurde der Bau saniert und erstrahlt heute wieder in neuem Glanz.

Text: Dr. Doreen Zerbe

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01773 Altenberg, Ortsteil Oberbärenburg
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