Mühle

Die Herrenmühle an der Badergasse

Der ehemalige Mühlenstandort ist Bestandteil der Wanderungen "Auf den Spuren einstiger Zwönitzer Mühlen" (2,6km/11km/20km).

Die urbane Entwicklung der Stadt verlangte um 1500 das Anlegen einer Nebenstraße. Damals trugen sämtliche Straßen die Bezeichnung Gasse. Hier verlief also die Badergasse, später Schulstraße und heute Alte Schulstraße genannt. Wichtige Gebäude des städtischen Lebens entstanden hier. Das Rat- und Kaufhaus, die Fleischbänke der Fleischerinnung, das Brauhaus der brauenden Bürgerschaft, die Fronfeste und Gerichtsdienerwohnung, die namensgebende Baderei und seit 1559 die Gemeindemühle, auch Herrenmühle genannt, hier gegenüber im Haus, Mühlberg 9. Das ehemalige Schulhaus vor dem ihr steht kam 1839 hinzu.

Die Herrenmühle, letzte der innerstädtischen Mühlen, mit zwei Mahlgängen und eingebauten oberschlächtigen Wasserrädern, nebst allem Zubehör und angebautem Backofen bezog ihre Wasserkraft aus dem längsten Mühlgraben von Zwönitz. 1182 Meter war dieser lang. Abgeschlagen am Wehr aus dem Burgstädtler Wasser, wenige Meter unterhalb der Schüllerschen Sägemühle (heute Holzhandel Faulhaber), geführt entlang der Annaberger Straße, oberhalb des Marktes und eben durch die Badergasse. Das Wasser wird abgeführt zur Schütz Mühle unten auf dem Mühlberg.

1610 errichtet die Kommune auf der entstandenen Brandstätte die Gemeindemühle neu und veräußerte diese umgehend. Der Mühlenbetrieb endet um 1898 und der Besitzer nimmt Umbauten zu Wohnzwecken vor. Der Bäckereibetrieb wird bis 1968 weitergeführt.

Wenn Sie sich auf den Weg machen, finden Sie an der schwarzen Informationstafel, neben dem Mühlstein, den QR-Code für die Audiodatei. Heimatforscher Stefan Schneider wird Ihnen vor Ort Interessantes zur Geschichte der Mühle erzählen.

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