Das Zwönitzer Röhrenwasser
Die Zwönitzer Röhrenwasseranlage geht vermutlich bis in die Zeit der Stadtgründung zurück.
1519 wurde erstmals der "Hilfe-Gottes-Stollen" am Oberen Anger (Platz der Deutschen Einheit) für die Wassergewinnung genutzt.
Ein grundhafter Ausbau des ursprünglich über 600 m langen Stollens zu diesem Zweck erfolgte 1809/10. Vor dem Bau der Zwönitzer Wasserleitung 1898 waren 35 Häuser an der Anlage, deren Verteilerhäuschen seit 1866 hier steht, angeschlossen. Weitere Bottiche standen u.a. auf dem Anger, in der Kirch- und in der Schulstraße. Ende der 20er Jahre gab es noch 15 Anschlüsse, 1993 waren es 6: Die Anlage verfiel. Durch ABM-Mitarbeiter und mit erheblichen Mitteln der Stadt Zwönitz wurde 1993/94 die gesamte Anlage rekonstruiert und das Wasserhäuschen nach alten Vorbildern wiedererrichtet, so das 27 Häuser angeschlossen werden konnten. Dabei wurde das mittelalterliche Wasserteilersystem mit einem Behälter und Abgangsbohrungen in gleicher Höhe beibehalten.
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