Das Amtsgericht
Im Jahre 1849 petitionierte Zwönitz erstmalig mit den benachbarten Gemeinden Niederzwönitz, Kühnhaide, Dittersdorf, Lenkersdorf, Dorfchemnitz und Hormersdorf beim Jusitzministerium in Dresden um Zuweisung eines Gerichtssitzes nach Zwönitz.
Das heutige Schulgebäude trägt seit dem 01. Oktober 1990 den Namen der von den Nationalsozialisten am 29. September 1944 in Berlin - Plötzensee hingerichteten Katharina Peters, Einwohnerin von Zwönitz.
Die Jahrzehnte dauernden Bemühungen der Stadtverwaltung Zwönitz und auch des Rittergutsherrn, Baron von Schönberg führten endlich zum Erfolg. So wurde am 12. Januar 1905 im Justizministerium die Vereinbarung zum Bau fixiert. Am 02. Juli 1906 wurde der Grundstein gelegt und nur ein viertel Jahr später, am 04. Oktober 1906, konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Eröffnungsfeier des neuen Königlichen Amtsgerichts fand am 02. Dezember 1907 statt. Amtsgericht und Gefängnis öffneten ihre Pforten, 13 Beamte, einschließlich des ersten Amtsrichters Friedrich Richter, begannen die Arbeit. Der Gerichtsbezirk umfasste die Ortschaften Auerbach, Dorfchemnitz, Gornsdorf, Günsdorf, Hormersdorf mit dem Ortsteil Neue Welt und der Gifthütte, Kühnhaide, Lenkersdorf, Meinersdorf, Niederzwönitz mit Haselmühle, Wirtshaus Jägerhaus und Guter Brunnen, Thalheim mit Gasthaus Eisenhammer, Flachsspinnerei, Wirtshaus Tabakastanne, dem Berggebäude "Wille Gottes" und Zwönitz.
Von Mai 1945 an war das Amtsgericht lediglich noch eine Außenstelle des Kreisgerichts Stollberg. Am 15. Juli 1951 übernahm die Stadt Zwönitz das Gerichtsgebäude und den Garten. Das Gefängnishaus blieb noch im Besitz der Justizorgane. Nach Rekonstruktion des Gerichtsgebäudes konnte im September 1951 der Lehrbetrieb der "Verbandsschule Zwönitz" für die schulische Berufsausbildung begonnen werden. Nach weiteren Umbauten fand im Dezember 1952 die Eröffnung der "Berufsschule Zwönitz" statt. Im Juli 1958 wird die Betriebsberufsschule nach Thalheim verlegt. Nun wurden die Schulklassen 5 bis 8, später bis 10, im ehemaligen Amtsgericht, in der Karl-Marx-Schule (Mittelschule) Zwönitz untergebracht. Der schrittweise Umbau des Gefängnistraktes und die damit verbundene Erweiterung des Schulgebäudes wurden um 1960 begonnen.
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