Roter Turm des Todes (Rudá věž smrti)
Der Rote Turm des Todes (Rudá věž smrti) ist ein nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik und dokumentiert die Zeit des intensiven Uranabbaus in Jáchymov in den 1950er-Jahren. Er ist Symbol für das Leid der politischen Gefangenen, die unter unmenschlichen Bedingungen in den Zwangsarbeitslagern bei Jáchymov inhaftiert wurden.
Dominiert wird das Areal durch das siebenstöckige Gebäude aus rotem Backstein. Es diente von 1951 bis 1961 als zentrale Sortier- und Brechanlage für Uranerze vor ihrem Transport in die Sowjetunion. Die Uranerze wurden in Jáchymov aber auch anderen tschechoslowakischen Uranbergwerken dieser Zeit abgebaut. Zusammen mit dem Versandlager und einer Stahlverladerampe ist die Aufbereitungsanlage die letzte erhaltene dieser Art im Erzgebirge und Europa.
Der Rote Turm des Todes war Teil des Arbeitslagers Vykmanov II, das in den 1950er-Jahren gegründet wurde. Der Bestandteil ist ein wichtiger globaler Erinnerungsort für das Leiden politischer Gefangener zur Gewinnung und Aufbereitung von Uranerzen unter unmenschlichen Bedingungen.
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