Mühle

Günthermühle

Zwönitz

Auch wenn sie erst durch die Landessteuerliste 1542 Erwähnung fand, entstand die lebensnotwenige Mühle inmitten des Dorfes schon zur Besiedlungszeit vor rund 800 Jahren und gehört somit zu den ältesten Hausstandorten. Als erster Mühlenbesitzer wird Nigkel Heßmann in der Steuerliste genannt. Über vier Generationen gehörte das Mühlgut der Familie Landrock. Auch die Familie Haas besaß es 100 Jahre. Am 13.8.1797 wurde die Schneid- und Mahlmühle mit Bäckerei durch Blitzschlag in Scheune und Schuppen des nahen Deckergutes in Asche gelegt. 1840 erwarb G.F. Leßmüller die Haasmühle und verpachtete sie nach Einzug ins Gericht an seinen Kameraden Wilhelm Helbig. Dieser konnte die gut geführte Mühle 1880 seinem Schwiegersohn Emil Günther übergeben, von dessen Sohn Gustav sie 1955 wiederum an Johannes Jähn überging. In den Folgejahren durften nur unbedeutende Schrotmengen in der, von Wasserkraft angetriebenen Mühle gemahlen werden, so dass sie infolge der einschneidenden Umbrüche in der Landwirtschaft 1971 aufgegeben werden musste. (Die Schneidmühle war schon 1923 stillgelegt worden). Am Ende war noch der Laden geblieben, den die Bäckereigenossenschaft nutzte. Nach der Wende ging Günter Jähn mit Engagement daran, die Bäckerei zu modernisieren und es gelang ihm, der „Günthermühl“ als privater Bäckerei eine Perspektive zu geben.

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08297 Zwönitz
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