Geotop

Roter Kamm

Hierbei handelt es sich um eine markante, vorrangig aus Quarz bestehende Härtlingszone. Der steil aufragende herausgewitterte rötliche Fels markiert einen quarzigen Eisensteingang, der sich unmittelbar auf einer mächtigen tektonischen Tiefenstörung befindet. Diese weitreichende Gera-Jachymov Störung fällt steil in die Tiefe ein und verläuft in NW-SE Richtung zwischen Thüringen und der Tschechischen Republik. Sie ist das tektonische Hauptelement der Region und wird durch das Geotop Roter Kamm markiert. 

Versätzbeträge der Krustenblöcke jenseits der Störung liegen zwischen 260 und 580 m (Abschiebung). Die Gesamtmächtigkeit der Störungszone beträgt etwa 25 m, kann aber lokal auf 100 m anwachsen. Durch die Versatzbewegungen entsteht des charakteristische Bruchstückgefüge des Felses, welche wiederum von typischen Gangmineralen verkittet werden.  Der mehrere Meter aus der Umgebung herausragende teils bewachsene Gang vom Roten Kamm enthält Quarz und Schwerspat sowie Eisen- und Manganerze. Das Auftreten von rötlichem Hämatit war für das Geotop namensgebend.  

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