Herders Ruhe
Östlich vom Tuttendorfer Weg befinden sich auf einem stehenden Gang drei baumbestandene Halden. Bei einer der Halden handelt es sich um die Halde der seit dem 15. Jahrhundert bekannten Grube Heilige Drei Könige. Hier befindet sich das Grab des Oberberghauptmanns Sigismund August Wolfgang Freiherr von Herder (1776-1838). Herder wurde hier nach seinem Tod am 1. Februar 1838 mit einem feierlichen Trauerzug unter großer Anteilnahme der Berg- und Hüttenleute und Freiberger Bevölkerung beerdigt. Das Denkmal wurde nach einem Entwurf von Professor Johann Eduard Heuchler (1801-1879) errichtet und konnte mit dem Einsetzen der in Lauchhammer gegossenen Bronzetafel am 20. Juli 1840 fertiggestellt werden. Das Grabmal mit begehbarer Plattform und historisierender Fassade zeigt je einen Wappen haltenden Berg- und Hüttenmann und trägt die Aufschrift: „Hier ruht der Knappen treuster Freund“. Die parkartige Umgestaltung des Umfeldes erfolgte nach den Plänen von Herders Witwe. Das in unmittelbarer Nähe des Grabes gelegene Wächterhaus diente später als Gastwirtschaft. Von dem begehbaren Denkmal bot sich für die zahlreichen Ausflügler ein bemerkenswerter Blick auf die Bergstadt Freiberg.
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