Geotop

Steinbruch mit Tongruben und ehemaligen Töpferstolln

Von den sogenannten Töpferstolln, in denen das Ausgangsmaterial für das bekannte hochwertige Annaberger Steinzeug des 16.-19.Jahrhunderts gewonnen wurde, finden sich heute bei den verbrochenen Mundlöchern die kleinen Abraumhalden der unregelmäßig angelegten Stolln. Diese hatten ursprünglich eine Länge bis 120 m und waren vom Hang des Pöhlberges in das maximal zwei Meter mächtige Tonlager getrieben. Im Umfeld der Stolln befanden sich Sand- und Kiesgruben sowie die weithin sichtbaren als Geotop geschützten Steinbruchwände mit den massiven Basaltsäulen.

Die Tone lagern im Liegenden der ehemaligen Talsedimente. Diese waren essentiell für die Bereitstellung der Alltagsgegenstände. Während in der „jungen“ Sehma nahe Annaberg wenig Gleithänge mit tonigen Schichten zu finden waren, welche nach Gewinnung auch noch bergauf zum Verarbeitungsort transportiert werden mussten, konnte man am Pöhlberg trockenen Ton gewinnen und mit wenig Aufwand zur am Fuß des Pöhlbergs liegenden Stadt  Annaberg transportieren.

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